Projekt
Sidiareal - Ein neues Wohnquartier entsteht
Bis zu 300 Webstühle ratterten ab 1872 in der grössten Seidenweberei der Schweiz. Nebst Sulzer und Rieter gehörte die Seidenfabrik, im Volksmund «Sidi» genannt, zu den grössten Industriebetrieben in Winterthur. Nach der Stilllegung im Jahre 1947 wurde das grosse Areal für Gewerbe- und Lagerzwecke genutzt.

1970 kaufte der Kanton Zürich das Areal und schrieb in den 80er-Jahren einen Architekturwettbewerb aus: «Vorbildlicher Wohnungsbau unter Berücksichtigung der industriellen Charakteristik» war unter anderem eine der Vorgaben. Das prämierte Projekt von A.D.P. Architektur Design Planung aus Zürich wurde zur Weiterbearbeitung empfohlen. Nach einer grundlegenden Aktualisierung wird dieses nun ausgeführt. Als Bauherrin dieses neuen Wohngebietes mit viel Freiräumen und ausgewogener Umgebungsplanung figuriert die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich.

Umgebung - Kinderfreundliche und autofreie Zone
Die parkähnliche Struktur des südlichen Quartierteils lädt Bewohner zum Flanieren und Kinder zum Spielen ein. Wie ein weitmaschiges Netz liegen die befestigten Wege zwischen den mit niedrigen Büschen durchzogenen Grünflächen und verbinden so Spielplätze, Begegnungsstätten und Hauseingänge. Der angrenzende Hartplatz mit seinen Bauminseln umschliesst das zentrale Hofgebäude und den aus der Industriezeit stammenden Hochkamin. Das zugehörige Kesselhaus mit der unter Denkmalschutz stehenden Dampfheizanlage wird als Museum und als mietbarer Gemeinschaftsraum weitergenutzt.

Im Osten und Westen säumen Baumalleen und Magerwiesen das verkehrsfreie Areal. Die an den Quartieraussenseiten gelegenen Häuser bilden mit dem bestehenden, entlang der Palmstrasse verlaufenden Längsgebäude einen schützenden Siedlungsrand. Ergänzend dazu weisen alle neu erstellten Gebäude im Innern der Überbauung eine dunkelrote Klinkerfassade auf. Die ausgedehnten Balkonschichten erzeugen eine kontaktfördernde Wohnatmosphäre. Jedes Treppenhaus der Neubauten verfügt über einen direkten Zugang zur hellen Tiefgarage. Die Bushaltestelle (Linien 3, 5, 14) an der St.Gallerstrasse liegt auch gleich vor der Tür.

Änderungen vorbehalten.